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93. Die Tochter des Zaren


93. Die Tochter des Zaren

Marilyn erzählt die Geschichte ihres Großvaters Emery, der sich 1921 - zehn Jahre nach Cicelys Gründung - in die entkommende Zarentochter Anastasia Romanow verliebte. Der indianische Führer und Fallensteller begleitete die Prinzessin und ihr Gefolge nach Cicely, wo sie sich zu Geheimgesprächen mit Wladimir Iljitsch Lenin traf. Da sich der ungeliebte Sozialismus in Rußland festgefahren hatte und die Menschen den Zaren immer noch nachtrauerten, versprach sich Lenin einen vorteilhaft Aufschwung, wenn er Anastasias Unterstützung gewinnen würde. Die Verhandlungen über ihre Rückkehr nach Rußland gestalteten sich jedoch zäh. Während in Abe und Sallys Schenke "Bärtiger Nagel" Avantgardemusiker Jazz zelebrierten, vergaßen allerdings die Leute ihre Sorgen und Meinungsverschiedenheiten. Die freundliche Atmosphäre der Stadt hat Lenin verändert. Der "utopische Gesellschaftsarchitekt" begann über Kompromisse nachzudenken. Und tatsächlich konnten sich die beiden Fraktionen auf den "Vertrag von Cicely" einigen. Doch die Unterzeichnung scheiterte, weil sich Anastasia verspätete. Sie hatte mit Emery die letzte Gelegenheit genutzt, um ein wenig Freiheit zu erleben und einen Drachen steigen lassen. Auf dem Rückweg verunglückte sie mit dem Fahrrad, doch Marilyns Großvater bewahrte sie vor körperlichen Schaden. Aber die Liebe zwischen Prinzessin und Indianer hatte keine Zukunft. Dagegen konnten Lenins Arzt Mikhail und die Gräfin Marina Orlova die gesellschaftlichen Barrieren überwinden. Währenddessen sah der einflußreiche Mace die Revolution des Automobils voraus und investierte in Motoren und Straßen. Cicelys geläuterter Prediger Kid sattelte kurzfristig auf den neuen Gott "Technologie" um. Doch schon bald orakelte er dunkel von Treibhauseffekt und Klimakatastrophe, die durch den Verbrennungsmotoren verursacht würden. Gesellschaftsysteme und Maschinen hatten versagt...

Emery = Ed, Mace = Maurice, Kit = Chris, Sally = Shelly, Abe = Holling, Marina = Maggie, Mikhail = Joel


6.6 Zarya Originaltitel
Deutsche TV-Premiere: 06.04.1997 (RTL)
TV-Premiere: 31.10.1994 (CBS)


 

Diane Frolov & Andrew Schneider  Drehbuch
Jim Charleston  Regie


Zitate

Mikhail (Joel): "As a scientist, I am not sure anymore that life can be reduced to a class struggle, to dialectical materialism, or any set of formulas. Life is spontaneous and it is unpredictable, it is magical. I think that we have struggled so hard with the tangible that we have forgotten the intangible."
     


   
Kit (Chris): "Human consciousness couldn‘t exist without the demonic, the destructive. For every thought that‘s created, one‘s destroyed. I can‘t think about X if I‘m thinking about Y."