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66. Maurice mal zwei


66. Maurice mal zwei

Für Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett modelliert der ehemalige Leichenwäscher Arthur an Maurice' synthetischen Doppelgänger. Maurice fühlt sich natürlich hofiert und präsentiert die Statue stolz seinen Freunden. Ruth-Anne und Holling finden sie furchterregend und flachsen respektlos. Bald macht auch Maurice das unheimliche "Ding" mit den traurigen, leblos funkelnden Augen Angst. Er erwischt sich dabei, wie er mit der Statue spricht. Als dann auch noch die Nachricht eintrifft, daß er den Wachsmann behalten dürfe, weil das Museum für "markante Individualisten ohne gemeinnützige Relevanz" keine Verwendung (mehr) hat, macht er mit der Figur kurzen Prozeß. Der reisende Zahnarzt Dr. John Summer hält mal wieder in Cicely. Verlegen und schuldbewußt gehen die Leute ihm aus dem Weg, denn sie haben wieder nicht ihr Versprechen eingehalten: sie haben sich nicht regelmäßig die Zähne geputzt und auch keine Zahnseide verwendet! John hat es satt, daß sich seine Patienten aus Furcht bei ihm einschmeicheln. Chris schluckt neuerdings gegen seinen Bluthochdruck Hydrochlorothiazid, was ihn in einen "logistischen Alptraum" abdriften läßt. Da die männlichen Stevens nämlich kaum älter als 40 Jahre werden, überfordert ihn seine verbesserte Lebenserwartung. Er fühlte sich bisher stets als "Chris Stevens, die Sternschnuppe". Er war der Grashüpfer unter den spießigen Ameisen. Nun hat er seinen Rhythmus verloren. Und seinen Job, denn Maurice hat seinen unmotivierten DJ gefeuert. Am "Selbstmörderfelsen" therapieren sich Dr. Summer und Chris gegenseitig. Chris bekommt "eine weitere zweite Chance" bei KBHR...


5.3 Jaws Of Life Originaltitel
Deutsche TV-Premiere: 27.10.1996 (RTL)
TV-Premiere: 04.10.1993 (CBS)


 

Robin Green & Mitchell Burgess  Drehbuch
Jim Charleston  Regie

 

Musiktitel

They Can't Take That Away From Me - Gershwin


Zitate

Chris: "Die Botschaft des Tages... und hört ja gut zu, denn sie ist wichtig!
Putzt euch die Zähne, esst eure Ballaststoffe, schmeißt Vitamine ein und tragt gutes Schuhwerk. Wisst ihr, wir Homo sapiens tragen einen schweren psychischen Rucksack mit uns: das Bewußtwsein.
Weil wir alle wissen, dass wir eines Tages aufgefordert werden, das Karussell zu verlassen. Was wir tun können, ist einen schönen Leichnam abzugeben.
Was ist eigentlich das Wahre? Auf einer Harley eine Lastwagenkolonne zu überholen oder zuzusteuern auf eine Hypothek mit dreißig Jahren Laufzeit?
Die lange Sicht! Ich brauche einige lange Unterhosen, ich habe meine Zahnbürste, ich habe meinen Büchereiausweis. Wie hat mal einer gesagt? Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt, nicht wahr?"




Chris: "I don‘t know Holling. I don‘t feel like doing my art anymore. I don‘t feel like riding a hog, I don‘t feel like talking on the radio cause I got nothing to say. I had a rhythm going. I was Chris Steven, shooting star, I was blazing across the sky with Hendrix, James Dean, Rimbaud. Thought I had my ticket punched. The Stevens genes. At least my old man had the decency to get off the planet. Now who am I going to be? Some guy with a pillbox and a Chevy Lumina? What‘s next for me, Holling? An old folks‘ home? Rocking chair? Shawl? Respirator?"




Chris: "You know what you are Earl? You're a little, tiny, busy ant. You too, Mike. Both you guys, with your mortgages and your term life insurance and your Weber kettles. Ant. Ant. All of you, you're all a bunch of little, busy, blind ants. All you all. Saving up for your rainy days. Scratching up your acorns for the winter. You look at me and you think, "What a piece of pathetic trash out there in that leaky trailer." No spoon, no fork, no prospects. But, you know why? Cause I'm a grasshopper. Ant. Grasshopper. Ant. Grasshopper. Ant. Grasshopper. Ant. Grasshopper. Ant!"